frisch getippt

Enjoy.

“Je mehr wir von der Welt verstehen, desto interessanter wird sie; wir können dann Zusammenhänge erkennen, die uns vorher nicht ersichtlich waren. Fazit: würdest Du all’ Deine Erfahrungen oder Dein Wissen hergeben um die Erfahrungen oder das Wissen von jemand anderem bekommen zu können? Falls ja, glaubst Du, dass es Jemanden gibt, dessen Erfahrungen oder dessen Wissen großartiger ist als Deines?”

Geschrieben von mein Mitbewohner am 10. Februar 2017
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Über: Ich und mein Mitbewohner

Wir sind zwei freidenkende sowie -schaffende WG-Bewohner. Dinge die täglich in unseren Köpfen kreisen oder über die wir uns die Münder wund reden, dürfen jetzt hier sogar noch das Internet infizieren. Wenn Jemand eine Heilung hat: lasst uns bitte in Frieden denken. Wenn Jemand krank wird oder gerne werden würde: fühlt Euch wohl!

Stell’ Dir mal vor…

Stell’ Dir mal vor, die Menschheit entwickelt ihre Videospiele und Computer und sonstigen Geräte sehr viel weiter. Sie werden so weit entwickelt, dass es möglich ist, ein Spiel so zu erleben, als wäre man selbst der Spieler. Also man sieht und hört und riecht und fühlt und denkt alles so wie der Spieler im Spiel. Das wäre dann so ähnlich wie in “Matrix” oder “13th floor”.

Stell’ Dir jetzt mal vor, durch die Art wie dieses Spiel funktioniert, müssen wir so mit dem Gerät verbunden werden, dass alle unsere Sinne angesprochen werden (um eine ideale Illusion erzeugen zu können). Das hieße, dass wir mit unseren Augen nur noch das wahrnhemen könnten, was im Spiel zu sehen ist. Denn wenn wir außerhalb noch etwas sehen könnten, wie zum Beispiel den Rand einer Leinwand, dann wüssten wir immer, dass es sich nur um ein Spiel oder einen Film handelte. Aber wenn wir eine ideale Illusion erleben möchten, dann müsste das alles nicht mehr wahrnehmbar sein. So als würde das Gerät nicht vor die Augen gestellt werden, sondern der Sehnerv direkt an das Spiel angeschlossen werden. Oder direkt ein Signal in die dazugehörige Gehirnregion geben. Dann würden wir im Spiel, das Spiel als besonders “echt” empfinden. Wenn das dann auch noch mit allen anderen Sinnen oder Sinneseindrücken oder Nervensignalen gemacht würde, dann würde das Spiel “echt” erscheinen.

Stell’ Dir jetzt mal vor, das Spiel ist so programmiert, dass man nicht immer wieder die gleiche Geschichte spielen würde, sondern es würde selbst seine (noch unbekannte, neue) Geschichte schreiben. Das wäre viel unterhaltsamer als eine bekannte Geschichte. Außerdem würden sich keine Handlungen wiederholen.

Stell’ Dir jetzt mal vor, dass das Spiel kein Einzelspieler-Spiel ist, sondern ein Mehrspieler-Spiel. Also jeder spielt mit, und gleichzeitig spielt er (wenn er will) auch mit den anderen Charakteren. Natürlich würde dann jeder seinen eigenen Charakter haben. Das Spiel würde auch unendlich viele Variationen programmieren, die sich nie wiederholen würden, damit es lange interessant bliebe.

Stell’ Dir jetzt mal vor, das Spiel hat eine besondere Eigenschaft; nämlich wenn ein Spieler sich an das Gerät anschließt, dann fängt er ein neues Spiel an. Während des Spiels aber kann er nicht mehr aussteigen, so lange bis das Spiel zu Ende gespielt ist. Also natürlich nur das Spiel seines Charakters. Dann endet seine Simulation und er steht aus dem Gerät auf und geht wieder anderen Dingen nach. Oder er geht wieder in das Gerät und spielt ein neues Spiel. Aber wieder mit einem neuen Charakter und einer neuen noch unbekanten Geschichte. Aber wenn er so eine ganze Lebensgeschichte eines Spielers zu Ende gespielt hat, egal ob sie im Spiel 20 Jahre oder 80 Jahre dauert – wenn er wieder aussteigt, ist keine Zeit vergangen. Das Spiel selbst kommt ihm natürlich wie 20 oder 80 Jahre lang vor, weil es eine perfekte Illusion schaffen würde.

Stell’ Dir mal vor, es gäbe so ein perfektes Spiel, dann würde der Spieler im Spiel nicht mehr erkennen können, dass es sich um ein Spiel handelt. Das Spiel wäre seine Realität und er wüsste nicht mehr, dass es noch seine andere Realität “dahinter” oder “draußen” geben würde. Vielleicht am Anfang, als er angefangen hat das Spiel zu spielen würde er den Untscherschied noch kennen. Aber je länger er im Spiel bleiben würde, umso mehr würde er alles dort für echt halten und seinen Ursprung vergessen – auch wenn außerhalb keine Zeit vergehen würde.

Stell’ Dir mal vor…

“Ein Mensch ist ein räumlich und zeitlich beschränkter Teil des Ganzen, das wir “Universum” nennen. Er erlebt sich selbst und sein Denken und Fühlen als getrennt vom Rest in einer Art von optischer Täuschung seines Bewusstseins. Diese Wahnvorstellung ist ein Gefängnis, das uns auf unsere persönlichen Bedürfnisse und die Zuneigung zu einigen uns nah stehenden Menschen beschränkt. Es muss unsere Aufgabe sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Radius des Mitfühlens für andere ausweiten, so dass es alle Lebewesen und die gesamte Natur in ihrer Schönheit umfasst. Niemand kann diese Aufgabe vollends erfüllen, doch gerade die Anstrengungen, dieses Ziel zu erreichen, sind ein Teil der Befreiung und ein Fundament für innere Zuversicht.” – Albert Einstein

Geschrieben von mein Mitbewohner am 24. Januar 2017
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“Der Verstand in ein sehr guter Diener. Jedoch ein sehr schlechter Herrscher.”

Den Verstand im Menschen kann man vergleichen mit einem Motor in einem Fahrzeug. Mit Verstand soll hier gemeint sein, die innere Stimme, die in Form von Sprache (meist) einen lautlosen Monolog im inneren des Kopfes darstellt. Manche Menschen sprechen auch laut aus, was sie im inneren Denken. Aber die meisten machen das lautlos. Und bei den meisten ist das auch ein fast immer stattfindendes Ereignis. So, dass sie gar nicht bewusst wahrnehmen, dass es auch Momente gibt, in denen der Verstand still ist. Meistens sind es ‘zufällig’ auch die selben Momente in denen wir glücklich sind (wir sehen etwas schönes, haben Sex, haben Alkohol/Drogen konsumiert, haben etwas erreicht wonach wir gestrebt haben, haben etwas neues gekauft/bekommen, schauen einen guten Film/Serie und viele mehr). Doch tatsächlich ist es umgekehrt: wenn der Verstand still ist, sind wir glücklich. Das heißt nicht, dass man nicht auch glücklich sein könnte, während der Verstand aktiv ist. Bei einer sinnvollen, erfüllenden Aufgabe zum Beispiel. Aber bei der großen Mehrheit ist es so, dass die Aktivität des Verstandes sie beunruhigt und sie deswegen unzufrieden sind. Auch wenn die Sprache des Verstandes seine Essenz ist (ohne Sprache, gäbe es diesen Verstand so nicht, oder dieses Denken), sagt sie viel mehr aus, als den meisten bewusst ist. Im vorhergehenden Satz zum Beispiel die Worte ‘beunruhigt’ und ‘unzufrieden‘ bedeuten wörtlich, dass keine Ruhe und kein Frieden gegenwärtig sind. Das wiederum bedeutet eigentlich nicht, dass sie nicht gegenwärtig sind, sondern dass etwas anderes da ist, das sie überdeckt. Ruhe und Frieden sind natürliche Grundzustände. Erst wenn zum Beispiel Lärm oder Aktivitäten erscheinen, ‘verschwinden’ Ruhe und Frieden sozusagen. In Wirklichkeit sind sie noch da, nur durch die scheinbar wichtige und auf jeden Fall lautere Aktivität, nimmt unsere Aufmerksamkeit sie meistens nicht mehr wahr. So ist es in unseren Köpfen auch. Ruhe und Frieden (=Zufriedenheit) sind Grundzustände. Erst wenn der Verstand arbeitet und lauter ist, reißt er unsere Aufmerksamkeit an sich und wir übersehen den stillen Frieden.

Nun zurück zum Motor. Der Motor ist ein sehr wichtiger Teil eines Fahrzeuges. Ohne ihn, könnten wir viele Dinge nicht erreichen. Während wir sie erreichen wollen, ist es sehr hilfreich, wenn der Motor läuft. Er verursacht zwar auch Unruhe, aber das ist vollkommen in Ordnung, so lange man fährt. Überflüssig oder unangenehm wird es erst, wenn wir nirgendwo mehr hin wollen, weil wir schon angekommen sind. Dann sollte der Motor aus sein. Aber wenn wir nicht wissen, wie wir ihn ausschalten, läuft er von alleine immer weiter. Das ist manchmal nicht schlimm, so lange er im Leerlauf vor sich hin läuft. Aber auch das verursacht eine leichte Unruhe, verbraucht Energie und erhöht den Verschleiß. Leider bleibt er oft auch nicht ruhig, sondern dreht richtig auf (es gibt ja nichts, was ihn bremst). Dann wird es sehr laut und unangenehm. Er nimmt dann unsere gesamte Aufmerksamkeit in Anspruch und reizt uns. Dadurch können wir uns auf nichts anderes mehr konzentrieren. Geschweige denn das genießen was jetzt wirklich um uns herum geschieht. Stell’ Dir mal vor, Du fährst mit dem Auto an eine schöne Stelle in den Bergen oder am Meer. Und Du kommst nach langer Fahrt endlich an und möchtest Dich entspannen und die Landschaft und die Natur genießen. Doch der Motor lässt sich nicht abschalten. Wie würde sich das anfühlen? Und dann fängt er manchmal auch noch an, einfach hoch zu drehen. Wie sehr kannst Du da die Natur, den Ausblick oder die Gesellschaft anderer genießen? Wo würde Deine Aufmerksamkeit hingezogen werden? Für manche ist die Lösung – weil sie keine andere gelernt haben oder beigebracht bekommen haben – einfach, etwas noch lauteres zu unternehmen, um den Motor nicht mehr zu hören. Das können sein Diskos, Fernsehen, Gespräche/Interaktionen mit anderen Menschen (die dann meistens nicht sehr friedlich verlaufen), Drogen, (Extrem-) Sport und viele mehr.

Aber es gibt auch Training, dass nur dafür da ist, zu lernen wie man den Motor ruhig laufen lässt bzw. ihn ganz ausschaltet. Er verschwindet dann nicht. Sondern er kann wieder gestartet werden, sobald man ihn wieder verwenden will. Aber meistens startet er von ganz alleine wieder. Oft schneller, als man eigentlich möchte. Aber auch das kann in diesem Training geübt werden. Dieses Training heißt in der Umgangssprache ‘Meditation’. Leider hat der Verstand, solange er es nicht besser weiß, gleich eine Vorstellung davon, was Meditation ist und wie sie aussieht. Er zeigt Dir dann einen im Lotussitz (oder Schneidersitz) sitzenden, mit geschlossenen Augen und seinen Händen auf dem Schoß liegenden Menschen, der scheinbar ‘nichts’ tut. Und das sieht für den Verstand (den Motor) langweilig aus, weil er ja gar nichts zu tun hat. Und er braucht immer eine Aufgabe. Wenn er keine hat, (er-) findet er sich eine. Diese Sitzmeditation ist zwar eine Art der Meditation, aber es gibt buchstäblich noch unzählige andere. Meditation kann beim Abwaschen, beim Arbeiten, beim Spazierengehen, sogar beim Autofahren ‘passieren’. Es ist einfach ein bewusstes (und das ist der wesentliche Unterschied) Training des Nicht-Denkens. Man wird nicht bewusstlos, wenn man nicht denkt. Anders als beim Schlafen. Da ist man meist bewusstlos. Manchmal arbeitet der Verstand auch während des Schlafens, das kennen wir als träumen. Aber wenn wir während des Wach-Seins bewusst nicht denken, dann kann man das Meditation nennen. Egal was währenddessen nebenher passiert. Die oben beschriebene Sitzmeditation ist einfach eine sehr hilfreiche Methode, das Nicht-Denken zu üben. Alle Sinneseindrücke haben eine so hohe Anziehungskraft für unsere Aufmerksamkeit. Und wenn wir noch nicht gelernt haben, den Motor selbst abzustellen, dann arbeitet der immer gleich mit. Wenn wir aber gelernt haben (oder lernen), den Verstand bewusst zum schweigen zu bringen, dann können wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf alles richten worauf wir möchten. Das Ziel der Meditation ist nicht, nichts zu tun. Das ist eine Stufe auf der Treppe zum Ziel. Das Ziel ist, bei allem wofür wir den Lärm des Verstandes nicht wünschen, ihn einfach auf lautlos zu stellen. So können wir den immer gegenwärtigen Frieden und die Ruhe genießen, die die Voraussetzung für alle schönen Erlebnisse und Erfahrungen sind.

“Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet. Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.” – Christian Morgenstern

“Man ist jung, solange man sich für das Schöne begeistern kann und nicht zuläßt, daß es vom Nützlichen erdrückt wird.” – Jean Paul

Geschrieben von mein Mitbewohner am 19. Dezember 2016
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It’s Such a Beautiful Day

Abstrakt aber sehr wertvoll:

It’s such a beautiful day” by Don Hertzfeldt

 

“A human being is part of the whole, called by us “Universe,” a part limited in time and space. He experiences himself, his thoughts and feelings as something separated from the rest- a kind of optical delusion of his consciousness. This delusion is a kind of prison for us, restricting us to our personal desires and to affection for a few persons nearest to us. Our task must be to free ourselves from this prison by widening our circle of compassion to embrace all living creatures and the whole of nature in its beauty.” – Albert Einstein

Geschrieben von mein Mitbewohner am 21. August 2016
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Game over

Das Leben ist vergleichbar mit einem Videospiel. Im Spiel gibt es meistens einen Hauptcharakter den der Spieler steuern kann. Vom Anfang der Geschichte steuert er die Spielfigur durch eine (vorgegebene) Geschichte und ‘erlebt’ sozusagen dessen Leben/Geschichte. Bis es dann an das Ende der Geschichte geht und der Spieler aufhört dieses Spiel/Geschichte zu spielen. Natürlich kann er es immer wieder spielen, aber sobald der Ausgang der Geschichte offensichtlich ist, wird das Spiel uninteressant. So wie zum Beispiel beim Schachspielen das Spiel beendet/abgebrochen wird, sobald es für einen Spieler keine Möglichkeit mehr gibt zu gewinnen. Die Besonderheit beim Spielen liegt darin, dass wir nicht wissen wie es ausgehen wird. Und so ist es im echten Leben auch. Wir glauben zwar, das heißt unterliegen zwar der Illusion, dass wir in die Zukunft schauen können in dem wir Pläne machen und glauben, das wir den Ausgang einer Handlung vorhersehen können. Aber die Realität stimmt meistens nicht mit unseren Vorstellungen überein. Das ist auch häufig der Grund für Unzufriedenheit. Genau genommen ist der einzige Grund für Unzufriedenheit der, dass die Realität nicht so ist, wie wir uns sie vorstellen. Aber zurück zum Videospiel.

Im Spiel steuern wir einen Charakter. Je vertiefter wir in das Spiel sind, desto mehr reagieren wir emotional auf die Geschehnisse darin. Wenn beispielsweise der Charakter stirbt, reagieren wir ‘in der Realität’ emotional darauf. Genauso wenn ihm etwas vermeintlich Gutes widerfährt. Und so verhält es sich mit dem ‘echten’ Leben. Der, der wir wirklich sind ist außerhalb der materiellen Wirklichkeit. Aber er erlebt diese durch die Augen eines ‘Spielers’ – uns. Je vertiefter wir in dieser vermeintlichen Realität sind, desto mehr beeinflussen uns die Dinge die uns widerfahren. Wenn wir etwas besonderes erreichen, freuen wir uns. Und um dieses Freudegefühl zu reproduzieren, versuchen wir weiterhin in der Zukunft schöne Erlebnisse zu haben. Umgekehrt wenn wir etwas unangenehmes erleben, versuchen wir in der Zukunft solche und ähnliche Situationen zu vermeiden. Aber beides lenkt uns nur vom Wesentlichen ab. Und vor allem verstrickt es uns tiefer in die Rolle die wir spielen. Jedoch das Wesentliche in unserer Existenz ist die Erkenntnis, wer wir wirklich sind. Wir sind nicht die Spielfigur, wie allgemein angenommen wird. Wir sind derjenige hinter der Spielfigur, der alles miterlebt, was sie (die Spielfigur, also die Rolle die er spielt) erlebt. Aber wenn wir das nicht erkennen, leiden wir 1:1 mit.

Sobald wir aber erkannt haben, dass wir nicht die Rolle sind, können wir Abstand nehmen zu den Geschehnissen der Handlung. Somit müssen wir nicht mehr leiden unter dem Drama das gespielt wird. Aber wir erleben trotzdem weiterhin alles mit. Wenn wir uns aber dadurch alle Ängste – oder genau genommen: die Angst – selbst nehmen können, steuern wir das Spiel in eine andere Richtung weiter. Eine schönere, interessantere Richtung. Wenn wir wissen, dass am Ende nicht wir sterben, sondern lediglich die Spielfigur, dann haben wir ganz andere Motivationen und Interessen das Spiel zu spielen.

Besonders interessant ist dann die Erkenntnis, dass alle Menschen einfach Rollen spielen, die von einem Spieler im Hintergrund gesteuert werden. Und dieser Spieler ist der selbe wie wir. Der Spieler weiß, wie man eine Faust macht oder einen Arm hebt. Der Spieler weiß auch wie ein Körper geheilt wird oder wie das Herz schlägt. Der Spieler weiß auch wie er sich richtig zu verhalten hat beziehungsweise was er nicht mehr zu tun hat. Vor allem weiß der Spieler, dass es sich nur um ein Spiel handelt das nicht ernst zu nehmen ist. Es ist nicht schwer, es ist nicht leicht. Es ist wie es ist.

“Don’t let the expectations and opinions of other people affect your decisions. It’s your life, not theirs. Do what matters most to you; do what makes you feel alive and happy. Don’t let the expectations and ideas of others limit who you are. If you let others tell you who you are, you are living their reality — not yours. There is more to life than pleasing people. There is much more to life than following others’ prescribed path. There is so much more to life than what you experience right now. You need to decide who you are for yourself. Become a whole being. Adventure.”

― Roy T. Bennett

Geschrieben von mein Mitbewohner am 15. August 2016
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Haben oder sein?

Alles was wir haben können, werden wir verlieren. Alles was wir sind ist für die Ewigkeit. Ewig ist kein sehr langer Zeitraum, sondern etwas ohne Anfang und ohne Ende, dass unabhängig von der Zeit existiert. Oder besser gesagt: es existiert keine Zeit. Die meisten Menschen haben das noch nicht erkannt. Sie identifizieren sich ausschließlich mit ihren Gedanken. Und diese Gedanken reden ihnen ein, dass sie ihr Körper und ihre Gedanken seien, aber dem ist nicht so. Tatsächlich haben sie Gedanken und sie haben einen Körper. Aber beides werden sie unweigerlich verlieren. Oft hört man, “sein Leben verlieren”; das würde bedeuten, dass man ein Leben hat. Was hiermit eigentlich gemeint ist: man hat eine Lebenssituation. Die kann man auch verlieren. Aber was man tatsächlich ist, kann man nicht verlieren. Wir sind Leben. Aber eben Leben aus der Perspektive einer Person. Mit ihren Sinneswahrnehmungen und sekundär mit ihren Gedanken. Auch all das wird man verlieren. Ebenso wie Status, Beruf, Besitz, Geld, Gesundheit, Jugend, Aussehen, Freunde und vieles mehr. Wer also viel seiner Aufmerksamkeit in etwas ‘investiert’ was er haben will, wird es trotzdem endlich verlieren. Wer jetzt traurig ist oder Angst verspürt, kann genau erkennen woran er festhält bzw. anhaftet. Und dieses Festhalten ist es, was dazu führen wird, dass wir schließlich leiden werden, sobald wir es nicht mehr halten können. Wer aber schon vorher bereit ist, es zu gegebener Zeit los zu lassen – und die Zeit ist immer jetzt – , wird nicht mehr leiden. Das heißt nicht, dass man alles loslassen muss. Ich kann meine Wohnung genießen, so lange ich in ihr lebe. Ich kann auch meine Freunde oder irgendwelche Gegenstände genießen, so lange ich ihnen meine Aufmerksamkeit zukommen lasse. Aber wenn das nicht mehr möglich sein sollte, dann leide ich nicht darunter. Die wesentliche Aufgabe während der Lebensspanne unserer Körper (nicht uns!) ist es, alles was wir haben können in dem Maße zu verfolgen, das genug ist. Die Schwierigkeit darin besteht nur, heraus zu finden, wie viel “genug” ist. Wenn wir in vielen Ebenen unserer Existenz “genug haben”, können wir uns mit den wesentlichen, wichtigen Dingen beschäftigen, das heißt ihnen Energie zu widmen. Denn wir sind, während wir hier sind, genau wie alles andere was existiert, sozusagen Verteiler von Energie. Alles was existiert, ist Energie in irgendeiner Form. Und wenn wir uns entscheiden unsere Aufmerksamkeit irgendetwas zu widmen, das heißt uns auf etwas zu fokussieren, dann bedeutet das, dass wir Energie dort hinein stecken. In welcher Form auch immer. Wenn ich unentwegt damit beschäftigt bin, etwas hinterher zu laufen, was ich haben kann, weil ich immer mehr davon haben will, weil ich Sorge habe, sonst zu wenig zu haben, dann habe ich keine Energie mehr übrig um sie auf das wesentliche zu fokussieren. Deshalb ist es wichtig, bei allem was wir haben können, den Mittelweg zu finden, das Maß zu finden wie viel “genug” ist. Wenn ich das jetzt nicht tue, dann renne ich etwas hinterher wie ein Hase einer Karotte die ihm so festgemacht wurde, dass er sie immer vor sich sieht, sie aber nie erreichen kann.

 

Ich bin nicht mein Name. Ich bin nicht mein Körper. Ich bin nicht meine Gedanken. Ich bin nicht meine Gefühle.

Ich habe einen Namen. Ich habe einen Körper. Ich habe Gedanken. Ich habe Gefühle. Ich habe einen Beruf. Aber ich bin derjenige, der alles erlebt. Auch ohne Namen erlebe ich. Auch ohne Gedanken erlebe ich. Auch ohne Beruf erlebe ich. Auch ohne Gefühle erlebe ich. Auch ohne Körper erlebe ich.

Wer Schwierigkeiten mit irgendetwas davon (oder anderem) hat, weiß genau woran er anhaftet/festhält. Egal was es ist, Du wirst es verlieren. Aber es ist Deine Entscheidung ob Du darunter leiden wirst oder nicht. Genauso wenn Du etwas in der Vergangenheit verloren hast, ist es Deine Entscheidung ob Du immer noch versuchst, daran festzuhalten (auch wenn es sinnfrei ist) oder ob Du es loslassen kannst. Dann wirst Du nicht mehr darunter leiden.

Ich bin jetzt.

Alles was vergangen ist, existiert nur in meinen Gedanken. Alles was kommen wird, existiert nur in meinen Gedanken. Alles was ist, ist jetzt.

Alles was jetzt ist, bin ich.

 

“Wer sagt, sich Sorgen zu machen nützt nichts, hat Unrecht. Jedes mal wenn ich mir Sorgen um etwas mache, dann passiert es nicht.” – unbekannt

Geschrieben von mein Mitbewohner am 30. September 2015
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Was passiert hier?

Wenn wir nach dem schlafen aufwachen, können wir uns noch relativ gut an unsere Träume erinnern. Je mehr Zeit dann vergeht, desto weniger bleibt noch vom Traum übrig. Meistens erinnern wir uns dann gar nicht mehr an die Träume. Manchmal, wenn wir bewusst versuchen uns an Träume zu erinnern (das funktioniert demnach am besten gleich nach dem aufwachen), fallen uns wieder mehr Details ein. Besonders wenn es ein sehr positiver oder negativer Traum war. Wobei es auch sein kann, dass das mit anderen Faktoren zusammen hängt, denn: woher wissen wir an welche Träume wir uns nicht erinnern? Jedenfalls die an die wir uns gut erinnern, beschäftigen uns mehr oder weniger stark und lang. Wenn wir dann sogar mit anderen darüber sprechen oder aufschreiben, bleibt die Erinnerung besser erhalten.

Wie jeder bestimmt schon einmal erlebt hat, lösen Träume auch Emotionen aus. Wenn wir im Traum etwas erleben, dass uns Angst macht, dann spüren wir die Angst wie im “echten” Leben. Wenn wir eine Situation im Traum erleben, wissen wir nicht, dass wir träumen – bis wir aufwachen. Wenn wir im Traum etwas schönes erleben, löst das auch schöne Emotionen aus. Das bemerkenswerte daran ist, dass die Emotionen auch dann noch anhalten, wenn wir schon wach sind und bereits bemerkt haben, dass wir nur geträumt haben. Sowohl positive wie negative können unsere Stimmung weiter beeinflussen und somit auch unsere Handlungen. Das heißt, dass Träume, die ja nur in unseren Köpfen statt finden und keine Ursache von außen haben (ich lasse jetzt mal die Geräusche und ähnliches weg, die manchmal im Stadium des Wachwerdens-und-noch-Träumens einen Einfluss auf den Traum haben; hier soll es um ein anderes Thema gehen, aber wer will kann sich auch über diesen Zusammenhang Gedanken machen, das ist ganz interessant ,-), Einfluss auf unsere Emotionen haben. Genauso können im “echten” Leben Gedanken Emotionen auslösen. Bei den meisten Menschen sind die Gedanken sogar der Hauptauslöser für Emotionen. Aber das wissen sie ja nicht, weil es sich für sie 100 % echt anfühlt. Sie kennen keinen anderen Zustand. Wer zum Beispiel den Film “Inception” gesehen hat, kann sich das so vorstellen. Die Leute die im Traum sind, wissen nicht, dass es ein Traum ist und glauben, dass das was passiert die Realität ist. Wer ihnen etwas erzählt spricht mit dem Menschen in seiner Realität. Wenn er aufwacht oder wie im Film einen weiteren Traum träumt sozusagen “in” einem Traum ist, der sieht seine Realität dann ganz anders. Das stellt natürlich die Frage, woher weiß ich, dass ich (nicht) träume?

Wenn ich eines Tages aufwachen würde und erkennen würde, dass mein bisheriges Leben ein Traum war, dann würde sich für mich vieles ändern. Wenn ich dann einem anderen Menschen (der wahrscheinlich noch träumt) davon erzählen würde, würde er es wahrscheinlich nicht glauben wollen, weil er ja “wach” und in der Realität (in seiner) ist. Also kann ich ihm wahrscheinlich nicht davon erzählen. Außer er will es von sich aus. Dann kann ich versuchen es zu erklären. Aber ob er dann aufwacht oder nicht, hängt alleine von ihm ab.

Zurück zum Thema träumen. Manchmal gibt es Träume oder Erinnerungen an irgendetwas (Orte, Situationen, Personen, Ereignisse), von denen wir nicht mehr unterscheiden können, ist das wirklich passiert, oder habe ich es nur geträumt? Oder hat mir jemand davon erzählt? Aber egal wie sehr wir uns anstrengen, dass Bild in unseren Gedanken bleibt das gleiche und wird nicht schärfer. So bleiben wir im ungewissen über seinen Ursprung, aber das Bild bleibt uns erhalten. Und in Wirklichkeit ist es auch das gleiche. Sowohl Erzählungen, als auch Träume als auch Erinnerungen sind alle nur Erinnerungen in unseren Köpfen. Es sind sozusagen gespeicherte Dateien in unseren Gehirnen. Und sie haben alle den selben Stellenwert. Erinnerungen bedeuten nicht mehr als Träume oder umgekehrt. Es sind nur elektronische Signale in unseren Gehirnen. Was ich jetzt hier erlebe ist echt. Woran ich mich erinnere, was in der Vergangenheit passiert ist, sind nur Erinnerungen und haben keine andere Realität. Es gibt keinen Ort und keine Zeit an dem sie echt sind. Sie sind nur Gedanken. Aber diese Gedanken können Emotionen auslösen, genau wie Träume es können. Genauso ist die Zukunft nur in Gedanken da. Sie ist nicht echt. Aber die Gedanken daran können Emotionen auslösen. Und diese Emotionen können sehr stark sein (in beide Richtungen). Sie sind meist so vorherrschend, dass sie eigentlich unser ganzes Verhalten beeinflussen. Es gibt selten Momente, in denen wir nur das erleben, was hier und jetzt passiert, was echt ist. Sobald ich wieder in Gedanken in der Vergangenheit oder Zukunft bin, ist es als würde ich träumen. Ich glaube, dass es echt ist und es löst Emotionen aus. Wenn mir dann einer sagen würde: “Das ist nicht real. Das sind nur Gedanken. Du träumst nur.”, dann würde ich ihm nicht glauben wollen, weil es für mich meine Realität ist.

“Who looks outside, dreams; who looks inside, awakes.” ― Carl Gustav Jung

 

Geschrieben von mein Mitbewohner am 19. September 2015
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Rat park experiment

 

“People use drugs, legal and illegal, because their lives are intolerably painful or dull. They hate their work and find no rest in their leisure. They are estranged from their families and their neighbors. It should tell us something that in healthy societies drug use is celebrative, convivial, and occasional, whereas among us it is lonely, shameful, and addictive. We need drugs, apparently, because we have lost each other.” – Wendell Berry

Geschrieben von mein Mitbewohner am 13. August 2015
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