Einer für alle, alle für Einen.
Ich habe mir in den letzten Jahren Gedanken über meinen Weg gemacht. Hin und wieder erlange ich einen Schluss, der richtig für mich ist. Das erkenne ich am Gefühl. Es fühlt sich an wie wenn ich eine Mathematik-Aufgabe löse und das Ergebnis richtig ist. Man weiß das schon bevor man das richtige Ergebnis sieht, es fühlt sich einfach richtig an. In weiteren Folgen lese ich dann zum Beispiel etwas über irgendeine Philosophie oder Religion oder Weltanschauung und erkenne meine Erkenntnis wieder. Das geschieht in letzter Zeit auffällig häufig beim Buddhismus. Deshalb möchte ich hier eine stark vereinfachte Zusammenfassung der für mich im Moment wichtigen Lehren daraus aufstellen:
Der Buddhismus wird zwar offiziell als Religion angesehen, ist aber praktisch eine Weltanschauung oder ein Weg das Leben besser zu machen. Es gibt keinen ‘Gott’ oder ein Überwesen an das gebetet werden soll, sondern einfach ein paar Wege das Leben nachhaltig zu gestalten und so für Glück zu sorgen.
Es gibt vier Wahrheiten (auch ‘vier edle Wahrheiten’ genannt):
1. Es gibt Leiden.
2. Es gibt einen Ursprung für das Leiden. (Gier, Hass, Verblendung)
3. Es gibt eine Auflösung des Leidens.
4. Es gibt einen Weg, der aus dem Leiden herausführt (‘edler achtfacher Pfad’)
Um einen Weg aus dem Leiden zu finden (4.), soll das Leben nach folgenden acht Regeln gelebt werden:
1. einsicht
2. denken
3. äusserungen
4. handeln
5. lebenserwerb
6. streben
7. achtsamkeit
8. sammlung
Ich werde in nächster Zeit noch alles genauer formulieren, aber falls Ihr jetzt schon Interesse daran haben solltet, habe ich hier einen Blogeintrag gefunden, der das kurz und modern auf unser Leben orientiert zusammenfasst.
Wenn Ihr von ‘Erleuchtung’ oder ähnlichem hört, ist das nichts esoterisches oder außerirdisches. Es ist der Übersetzung geschuldet eigentlich eher ein ‘Erwachen’. Und damit ist nur gemeint, wie frei das Leben von Leid sein kann, wenn man diese Erkenntnis erreicht. Sie kann unter anderem erreicht werden, in dem man nach den acht Regeln lebt. Jedoch sagte Buddha auch, dass niemand blind nach Regeln leben soll, sondern jeder nur durch Erkenntnis auf einem freien Weg durch freie Schritte für sich die ‘Erleuchtung’ erlangen kann.
“Es gibt nur eine Zeit in der es wesentlich ist aufzuwachen. Jetzt.” – Siddartha Gautama