Monatsarchiv für Januar 2013

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Pursuit of happiness

“Für gewöhnlich stolpern wir Menschen durch unser Leben, verlieren Energie in vielen unnützen Kämpfen und unentwegten Gedanken und sind geistig blind für das wahre Wesen des Lebens.” – Ulrich Warnke

Jeder Mensch kann alles. Menschen, die nicht daran glauben, schränken sich selbst in ihren Fähigkeiten ein. Es ist keine Kraft von außen, die das tut; auch wenn wir von äußeren Kräften dazu verführt werden, uns selbst einzuschränken. Es können andere Menschen, Bilder, Schulen und wortwörtlich alles andere sein, die in unsere persönliche Entwicklung eingreifen und uns so dazu bringen, dass wir selbst glauben nicht alles zu können. Aber es ist an uns selbst, solch einen Glauben zu übernehmen und ihn in uns wachsen zu lassen. Genau so ist es an uns selbst, diesen Glauben ablegen zu können. Unsere gesamte Umwelt (unsere sogenannte Geschichte) kann zwar der Auslöser für unsere Gedanken oder unsere Gefühle sein – aber sie ist nicht Schuld daran. Die “Schuld” (welches im eigentlichen Sinne keine Schuld ist, da wir keine Straftat begangen haben und auch nicht verurteilt werden dürfen) ist unser eigenes Verhalten “nichts zu tun”. Unser Innenleben sozusagen. Wir selbst können entscheiden was wir denken, was wir fühlen, was wir glauben oder was wir wollen. Und da jede Wirkung eine Ursache hat und umgekehrt (zwei Seiten ein und derselben Münze; Yin und Yang; Himmel und Erde), können wir ebenso selbst entscheiden was wir nicht denken, fühlen, glauben oder wollen wollen. Die meisten Menschen wissen das aber nicht. Sie glauben fest daran, dass ihnen Dinge “passieren”, das jemand oder etwas anderes “Schuld” daran ist, mit anderen Worten: sind verantwortungslos. Sie glauben, die Verantwortung für alles (selbst so bewerteten) “Negative” liegt bei Jemand oder Etwas anderem, jedoch die Verantwortung für alles (selbst so bewerteten) “Positive” übernehmen wir gerne selbst (einfach an allen Sätzen zu erkennen die mit “Ich” oder “Mein” anfangen). Wenn wir davon überzeugt sind, unser sogenanntes Weltbild ist richtig, dann müssen wir, um glaubhaft zu sein, entweder anerkennen, dass alles was uns passiert von außen kommt (also auch alle sogenannten Erfolge), oder wir müssen Verantwortung für alles übernehmen. Wer sich jetzt nicht entscheiden will, weiß für welche Seite er sich entschieden hat. Wer schon weiß, auf welcher Seite er steht, weiß wie zufrieden er ist.

“Ich beobachte mich und verstehe dadurch die anderen.” – Laozi

Geschrieben von mein Mitbewohner am 31. Januar 2013
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Immer wieder lesen

In den sogenannten westlichen Kulturen entwickelt sich seit einem Jahrhundert ein Verhalten, dass fast die gesamte Bevölkerung zu durchdringen scheint: Verlangen nach Unterhaltung. Das hat wohl viele Ursachen, ein Aspekt davon ist, dass wir immer verbreiteter immer und überall das bekommen worauf wir “Lust” haben. “Lust” ist hier das einfache Verlangen nach etwas, nicht zu verwechseln mit dem “Wollen”, dem etwas erreichen und seine Konsequenzen kennen und akzeptieren. Diese Lust ist auf eine so schnell wie mögliche Befriedigung aus. Egal wie lange sie anhält oder welche Konsequenzen sie hat (es wird gar nicht erst über die Konsequenzen nachgedacht). Das führt dazu, dass Menschen, Gewohnheitstiere wie wir alle sind, sich eben daran gewöhnen, dass alles sofort und möglichst leicht ist. Wenn es nicht schnell genug geht, oder der “Schwierigkeitsgrad” zu hoch scheint, lehnen wir es ab und beschäftigen uns mit etwas leichterem. Leider ist das eine Teufelsspirale. Wir werden fauler. Und weil wir fauler werden, werden wir fauler. Das zeigt sich unter anderem schon im einfachen aufnehmen von Informationen. Möglichst nur Informationen, die kein Vorwissen benötigen, die kein Denken verlangen und die nicht behalten werden müssen. Schnell rein, schnell raus. Fast-Info, sozusagen. Und weil in unserem (kapitalistischen, sprich: es passiert das, wo sich viel Geld zentriert, weil Menschen viel Geld wollen) System viele Menschen einen großen Teil ihrer Energie, Aufmerksamkeit oder Zeit darauf ausrichten, wie an mehr Geld gekommen werden kann, schaffen einige Menschen die Bedingungen, die es anderen ermöglichen, durch Geld ausgeben, schnell an das zu kommen worauf sie jeder Zeit Lust haben (Nachrichten, Kontakt, Essen, Vergnügen, Kunst und vieles mehr). Ein einfaches Beispiel: wenn ich herausfinde (Marktforschung), dass viele Menschen ihre Informationen möglichst sofort und in kürzester, knappester Form (online-Nachrichten, soziale Netzwerke) haben wollen, brauche ich nur die uns zur Verfügung stehende Technologie (Internet, Mobilfunk, Computer, Smartphones, Fernsehen) zu verwenden. Wenn ich jetzt noch Marketing betreibe (Werbung et cetera), treibe ich Menschen dazu (oder ich schaffe erst Bedürfnisse, die sonst gar nicht vorhanden wären), zu glauben, sie wollen das alles von sich aus. Wenn sie das erst einmal haben, werden sie ihr Geld ausgeben wollen. Ich als “Profiteur” überlege mir dann wieder neue Dinge, die Menschen haben wollen könnten. Nicht weil ich glaube, damit ihr Leben zu verbessern, sondern weil ich gerne Geld verdiene.

Die andere Seite der Münze jedoch ist, dass Menschen sich nicht mehr länger mit etwas befassen wollen, weil es “zu lange dauert”, “langweilig” ist oder “es ihnen nichts bringt”. So erfahren sie überhaupt nicht mehr, wie viel es tatsächlich an Befriedigung bringt, wenn etwas gelernt oder erkannt wird. Wenn Du bis hierher gelesen hast, dann bist Du schon bereit gewesen, weiter als die meisten Menschen zu lesen. Somit könnte Dir eine natürliche, gesunde Neugier oder ein Wissensdurst oder ein Erkenntniswunsch unterstellt werden. Je weiter das geht, desto befriedigender kann es sein. Das wichtigste lässt sich nicht in Worte fassen. Aber es kann umschrieben werden. Aber um es zu erkennen, reicht ein Einzeiler meist nicht aus. Er kann ausreichen. Aber die (Un-)Zufriedenheit der Menschen betrachtend, könnte es sein, dass er es tendenziell nicht tut. Um es einfacher zu sagen: was liest Du?

Eine Bibel ist nicht jedermanns Sache. Ein Koran auch nicht. Viele andere “alte Bücher” wohl auch nicht. Nichtsdestotrotz, gibt es einen Grund, warum sie existieren (genau wie bei allem neuen was entsteht). Es können gute Helfer auf dem Weg jedes Einzelnen sein. Aber es gibt nicht nur einen Weg. Und nicht nur einen Helfer. Es gibt unzählbar viele von beidem.

1893 kam ein sogenanntes Weltparlament der Religionen zusammen.

„Wenn das Parlament der Religionen der Welt etwas gezeigt hat, dann ist es Folgendes: Es hat der Welt bewiesen, dass Heiligkeit, Reinheit und Mildtätigkeit nicht ausschließliche Besitztümer irgendeiner Kirche in der Welt sind und dass jedes System Männer und Frauen von erhabenstem Charakter erzeugt hat. Angesichts dieser Tatsachen bemitleide ich von ganzem Herzen denjenigen, der vom ausschließlichen Überleben seiner eigenen Religion träumt und von der Zerstörung der anderen; und ich zeige ihm, dass auf dem Banner jeder Religion trotz Widerstandes bald geschrieben stehen wird: „Hilfe und nicht Kampf“, „Gegenseitiges Durchdringen und nicht Zerstörung“, „Harmonie und Frieden und nicht Widerspruch“.“ - Vivekananda

Das Mahabharata beschreibt den Unterschied bildlich: „Wer nicht erkennt, sondern nur vieles gehört hat, kann den Sinn der Schriften nicht verstehen, so wie ein Löffel nichts vom Geschmack der Suppe weiß“

„Ich habe alle Religionsbräuche geübt: den Hinduismus, den Islam, das Christentum, und ich bin auch die Wege der verschiedenen Sekten des Hinduismus gegangen, und ich habe gefunden, dass es derselbe Gott ist, zu dem sie alle streben, wenn auch auf verschiedenen Wegen … Ihr müsst diese verschiedenen Wege gehen und einmal jede Glaubensform wirklich durchproben. Ich sehe überall Menschen, die sich im Namen der Religion streiten: Hindus, Muslime, Brahmos, Vishnuiten usw. Sie bedenken aber
nicht, dass Der, der Krishna genannt wird, ebenso auch Shiva heißt, und ebenso gut kann er Urkraft, Jesus oder Allah genannt werden und ebenso gut der eine Rama mit seinen tausend Namen. Ein Teich mit vielen Badetreppen. Auf einer schöpfen die Hindus das Wasser in Krügen und nennen es Jal; auf einer anderen schöpfen die Muslime das Wasser in ledernen Schläuchen und nennen es Pani; auf einer dritten die Christen und nennen es Water. Können wir uns denn vorstellen, dass dieses Wasser nicht Jal ist, sondern Pani oder Water? Das wäre doch lächerlich! Der Urgrund ist Einer unter verschiedenen Namen, und ein jeder sucht nach demselben Urgrund; nur Klima, Naturanlage und Benennung schaffen die Unterschiede.“ - Ramakrishna

Video

Deussen ließ sich leiten von der philosophischen Grundüberzeugung, dass “in allen Ländern und zu allen Zeiten, in allen Nähen und Fernen es eine und dieselbe Natur der Dinge (ist), welcher ein und derselbe Geist betrachtend gegenübersteht. Wie sollte es da anders sein können, als dass der denkende Geist, sofern ihn nicht Traditionen und Vorurteile blenden, sofern er der Natur rein und unbefangen gegenübersteht, in seiner Erforschung derselben überall, in Indien wie in Griechenland, in alter wie in neuer Zeit zu den gleichen Ergebnissen gelangen müsste.”

“Wir kranken an heilbaren Übeln.” - Lucius Annaeus Seneca

Geschrieben von mein Mitbewohner am 29. Januar 2013
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Enjoy.

“Nature is trying very hard to make us succeed, but nature does not depend on us. We are not the only experiment.” - R. Buckminster Fuller

Geschrieben von mein Mitbewohner am 26. Januar 2013
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zenpencils.com, alles Gute zum Ersten Hundertsten

zenpencils.com ist die Arbeit von Gavin Aung Than, dem ich zum ersten Geburtstag seines Werkes bewziehungsweise zu seinem 100. veröffentlichen Kunstwerk gratulieren möchte. Sozusagen als Zweitwerk hinter den Bildern ist es sehr bereichernd, sich den Lebensweg und seine Entscheidungen genauer anzusehen. Wir können einiges von ihm lernen. Alles weitere dazu auf seiner Homepage.

“In banger Erwartung sahen wir dem Jahr 1984 entgegen. Als es kam und die Prophezeiung nicht eintrat, stimmten nachdenkliche Amerikaner verhaltene Loblieder an – auf sich selbst. Die Wurzeln der freiheitlichen Demokratie hatten gehalten. Mochte anderswo der Terror ausgebrochen sein – uns zumindest hatten Orwells Alpträume nicht heimgesucht.
Aber wir hatten vergessen, dass es neben Orwells düsterer Vision eine zweite gegeben hatte – ein wenig älter, nicht ganz so bekannt, ebenso beklemmend: Aldous Huxleys Schöne neue Welt. Entgegen einer auch unter Gebildeten weit verbreiteten Ansicht haben Huxley und Orwell keineswegs dasselbe prophezeit. Orwell warnt vor der Unterdrückung durch eine äußere Macht. In Huxleys Vision dagegen bedarf es keines Großen Bruders, um den Menschen ihre Autonomie, ihre Einsichten und ihre Geschichte zu rauben. Er rechnete mit der Möglichkeit, dass die Menschen anfangen, ihre Unterdrückung zu lieben und die Techno­logien anzubeten, die ihre Denkfähigkeit zunichte machen.
Orwell fürchtete diejenigen, die Bücher verbieten. Huxley befürchtete, dass es eines Tages keinen Grund mehr geben könnte, Bücher zu verbieten, weil keiner mehr da ist, der Bücher lesen will. Orwell fürchtete jene, die uns Informationen vorenthalten. Huxley fürchtete jene, die uns mit Informationen so sehr überhäufen, dass wir uns vor ihnen nur in Passivität und Selbstbespiegelung retten können. Orwell befürchtete, dass die Wahrheit vor uns verheimlicht werden könnte. Huxley befürchtete, dass die Wahrheit in einem Meer von Belanglosigkeiten untergehen könnte. Orwell fürchtete die Entstehung einer Trivialkultur, in deren Mittelpunkt Fühlfilme, Rutschiputschi, Zentrifugal­brummball und dergleichen stehen.
Wie Huxley in Dreißig Jahre danach oder Wiedersehen mit der ›Schönen neuen Welt‹ (Brave New World Revisited) schreibt, haben die Verfechter der bürgerlichen Freiheiten und die Rationalisten, die stets auf dem Posten sind, wenn es gilt, sich der Tyrannei zu widersetzen, »nicht berücksichtigt, dass das Verlangen des Menschen nach Zerstreuungen fast grenzenlos ist«. In 1984, so fügt Huxley hinzu, werden die Menschen kontrolliert, indem man ihnen Schmerz zufügt. In Schöne neue Welt werden sie dadurch kontrolliert, dass man ihnen Vergnügen zufügt. Kurz, Orwell befürchtete, das, was uns verhasst sei, werde uns zugrunde richten. Huxley befürchtete, das, was wir lieben, werde uns zugrunde richten.

Dieses Buch handelt von der Möglichkeit, dass Huxley und nicht Orwell recht hatte.” – Neil Postman; Einleitung von “Wir amüsieren uns zu Tode

Geschrieben von mein Mitbewohner am 22. Januar 2013
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Der Tag des jüngsten Gerichts

oder der sogenannte Judgment Day hat schon vor sehr langer Zeit statt gefunden. Und wir leben in der Welt danach. Wir leben in der sogenannten Postapokalypse. Wir brauchen keine Angst vor einer Katastrophe zu haben, nach der alles schlimmer wird. Aber wir können das hier lesen:

Bevor wir andere verurteilen oder behaupten eine absolute Wahrheit zu kennen, sollten wir berücksichtigen, dass wir weniger als ein Prozent des elektromagnetischen Spektrums sehen und weniger als ein Prozent des akustischen Spektrums hören können. Während wir das hier lesen, reisen wir mit 220 Kilometern pro Sekunde durch unsere Galaxie. 90 Prozent der Zellen in unseren Körpern haben ihre eigene mikrobielle DNS und sind nicht “Du”. Die Atome in unseren Körpern bestehen zu 99,9999999999999999 Prozent aus leerem Raum und kein einziges von ihnen ist eines von denen mit denen wir geboren wurden, aber sie stammen alle aus dem Inneren von Sternen. Menschen haben 46 Chromosomen, zwei weniger als gewöhnliche Kartoffeln. Die Existenz von Regenbögen ist abhängig von den Zapfen in unseren Augen; für Tiere ohne diese Zapfen existieren keine Regenbögen. Also sehen wir uns einen Regenbogen nicht nur an, wir erschaffen ihn. Das ist ziemlich erstaunlich, besonders wenn wir berücksichtigen, dass all die wunderschönen Farben, die wir sehen können weniger als ein Prozent des elektromagnetischen Spektrums ausmachen.

 

The Most Astounding Fact from Max Schlickenmeyer on Vimeo.

 

What If Money Was No Object ~ Alan Watts from Edgar Alves on Vimeo.

 

 

“There is a theory which states that if ever anyone discovers exactly what the Universe is for and why it is here, it will instantly disappear and be replaced by something even more bizarre and inexplicable.There is another theory which states that this has already happened.” - Douglas Adams

“In the beginning the Universe was created. This has made a lot of people very angry and been widely regarded as a bad move.” - Douglas Adams

“You can search throughout the entire universe for someone who is more deserving of your love and affection than you are yourself, and that person is not to be found anywhere. You yourself, as much as anybody in the entire universe deserve your love and affection.” – Buddha

Geschrieben von mein Mitbewohner am 18. Januar 2013
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zenpencils.com

 

Allan Watts

 

“The philosopher Diogenes was eating bread and lentils for supper. He was seen by the philosopher Aristippus, who lived comfortably by flattering the king. Said Aristippus, “If you would learn to be subservient to the king you would not have to live on lentils.”

Said Diogenes, “Learn to live on lentils and you will not have to be subservient to the king.”

- Anthony de Mello

Geschrieben von mein Mitbewohner am 8. Januar 2013
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Evolution.

“Today we have access to highly advanced technologies. But our social and economic system has not kept up with our technological capabilities that could easily create a world of abundance, free of servitude and debt.”

“Whatever happens in the world is real, what one thinks should have happened is projection. We suffer more from our fictitious illusion and expectations of reality.”

“If we really wish to put an end to our ongoing international and social problems we must eventually declare Earth and all of its resources as the common heritage of all the world’s people.”

“Earth is abundant with plentiful resources. Our practice of rationing resources through monetary control is no longer relevant and is counter-productive to our survival.”

- Jacques Fresco

Geschrieben von mein Mitbewohner am 6. Januar 2013
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