Monatsarchiv für Februar 2013

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Enjoy.

 

„Die sechs Phasen der Planung: 1. Begeisterung 2. Verwirrung 3. Ernüchterung 4. Suche nach dem Schuldigen 5. Bestrafung der Unschuldigen 6. Auszeichnung der Nichtbeteiligten“ – Unbekannt

„Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein kluges Licht, und mach dann noch ‘nen zweiten Plan, geh’n tun sie beide nicht.“ – Bertolt Brecht

„Alle Konzepte, die man sich ausdenkt, verhindern am Ende die Fähigkeit, überhaupt Erfahrungen zu machen.“ – Sam Shepard

„Planung ist der Ersatz des Zufalls durch den Irrtum. Wenn man mit Datenverarbeitung plant, kann man sich schneller und genauer irren.“ - Johannes Schepers, Physiker und seinerzeit Leiter der Gruppe Datenverarbeitung des Deutschen Bundestages

„Wie bringst du Gott am einfachsten zum Lachen? Erzähl ihm deine Pläne.“ – Joe Perry

„Plant das Schwierige da, wo es noch leicht ist.

Tut das Große da, wo es noch klein ist.

Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes.

Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.“ – Laozi

Geschrieben von mein Mitbewohner am 28. Februar 2013
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Hi!

Remember that you are a beautiful human being and you can achieve anything you want.


Have an awesome day!



 

 

“Zen hat das Ziel, die Aufmerksamkeit auf die Wirklichkeit selbst zu sammeln und nicht auf unsere intellektuellen oder emotionalen Reaktionen auf die Wirklichkeit. Und Wirklichkeit ist das stets Wachsende und sich Wandelnde und nicht zu Definierende, das wir Leben nennen und das nie auch nur einen Augenblick stehen bleibt, damit wir es in ein System von Kategorien und Ideen zwängen können.” – Aus dem Zen-Buddhismus

Geschrieben von mein Mitbewohner am 23. Februar 2013
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Durch die Angst zu sterben verhindert man nicht seinen Tod – sondern behindert sein Leben.

- Kristiane Allert-Wybranietz

Tod ist nicht das Gegenteil von Leben. Tod ist das Gegenteil von Geburt. Beides sind essentielle Bestandteile von Leben. Würde es eines von beiden nicht geben, wäre Leben nicht möglich. Oder umgekehrt: weil es beides gibt, gibt es Leben. Alles im Universum ist jetzt so wie es ist, weil die Dinge vorher so waren wie sie waren. Die Bestandteile bleiben die gleichen. Sie können sich ändern (Zwei Wasserstoffteilchen können zu einem Heliumteilchen fusionieren; zwei Wasserstoffteilchen und ein Sauerstoffteilchen können zu Wasser reagieren; eine Pflanze kann zum Teil zum Tier werden; eine Pflanze kann zum Teil des Menschen werden; ein Mensch kann zum Teil wieder Tier oder Pflanze werden). So gesehen bleiben alle Bestandteile die gleichen, sie ändern nur ihre Zusammensetzung. Ein Stern fusioniert leichte Elemente zu schwereren Elementen. Der Stern stirbt und verteilt dabei alle seine Elemente weit ins All. Entstehende Sternensysteme nehmen dann diese schwereren Elemente auf und nutzen sie für neue Reaktionen. Hieraus entsteht beispielsweise das, was wir Menschen als sogenanntes Leben definieren (Bakterien, Viren, Pflanzen, Tiere). Auf der Erde basieren viele auf Wasserstoff, Sauerstoff, Kohlenstoff et cetera. Diese Elemente sind einst in den Kernen von Sternen entstanden. Weil diese Sterne starben, konnten sie neues Leben ermöglichen. Ebenso auf der Erde: weil Bakterien sterben, haben Kleinsttiere Nahrung ohne die sie nicht existieren könnten. Und auch so bei uns. Und vor allem nach uns.

Viele Menschen in den sogenannten westlichen Zivilisationen haben sich weit in der materiellen Welt verloren und existieren in einem Irrgarten aus verschiedensten Vorstellungen der Welt. Diese Vorstellungen entsprechen jedoch nicht der Realität. Wenn etwas nicht ins Weltbild passt, dann versuchen wir die Welt an uns anzupassen, sei es materiell oder fiktiv. Früher oder später kommen wir alle an Weggabelungen an, die sich nicht mit unserem Weltbild vereinigen lassen. Dann stecken wir in einen Krise. Einstein sagte: “Es ist schwieriger, eine vorgefasste Meinung zu zertrümmern als ein Atom.” Wenn es aber nicht mehr anders geht, dann gehen wir entweder daran zu Grunde, oder wir ändern unsere Meinung.

Das bestehende Weltbild bei vielen ist, dass der Tod das Ende sei. Und dementsprechend existieren sie ihr ganzes ‘Leben’ lang ohne ‘richtig zu leben’ (das ist auch nur eine Meinung und daher nicht real). Worum es eigentlich geht ist, dass das Leben nicht tot zu kriegen ist. Das Leben ist ein nicht endender Kreislauf aus geboren werden, sich entwickeln und wieder zerfallen. Da in unserer Umwelt (hier: der Erde), die Bestandteile im großen und ganzen die gleichen bleiben (im Vergleich zur kurzen Existenz der Menschheit), bestehen wir aus Teilen, die vorher schon mal etwas anderes waren. Vor Jahrmilliarden Mineralien, danach Bakterien, vor Jahrmillionen Dinosaurier, danach Fische, danach Landtiere oder Vögel, danach Säugetiere. Da Evolution ein endloser Prozess ist, entwickelt sich alles weiter. Wir sind nicht am Ende der Evolution angekommen, auch wir entwickeln uns noch weiter (hoffentlich ,-). So waren wir in unseren ‘früheren Leben’ (wieder nur eine Meinung/Idee/Gedanke) Stein, Pflanze, Tier und Mensch. Und später werden wir…

 

Wenn wir auf unsere kurze Menschheitsgeschichte zurück blicken, können wir lernen, dass Menschen sich selbst der größte Feind sind. Genau genommen ist wortwörtlich jeder Mensch sich selbst der einzige Feind, da Menschen sich gegenseitig nur schaden, wenn sie Angst haben. Und Angst hat seine Ursache in unserem Verstand. Wenn wir uns selbst von der Angst befreien, fügen wir uns und unserer Umwelt weniger Schaden zu.

Die großartigsten Menschen sind uns nicht bewusst oder bekannt. Die meisten wirkten und wirken in ihrer Art sehr still aber einflussreich. Populär hingegen werden eher die lauten Menschen (die aber wenn überhaupt, eher egotistisch handeln und daher keinen befreienden Einfluss auf viele Menschen wirken). Hin und wieder werden aber auch Menschen aus anderen Gründen bekannt. Leider töten wir diese Menschen oft, weil wir Angst vor ihnen haben. Wenn wir einmal kurz darüber nachdenken, wen wir schon alles getötet haben, fällt uns schnell auf, das es eigentlich immer die ‘guten’ (Idee) sind. Die ‘schlechten’ (Idee) sind diejenigen, die töten. Wir sollten da vielleicht ein Gesetz für alle Menschen aufstellen.

Sokrates wurde hingerichtet, Johannes wurde hingerichtet, Jesus auch, genaugenommen hat die christliche Kirche unzählig viele Menschen hingerichtet; sogenannte Herätiker. Wer die Geduld hat (und den Wissens- oder Wahrheitsdrang) sich mit Herätikern zu beschäftigen, entdeckt schnell, dass das oft eigentlich diejenigen waren, die die Lehre Jesus oder Buddhas oder Laozis oder Konfuzius oder Krishnas (und vielen mehr) richtig verstanden haben und dafür so sicher eingetreten sind, dass sie sogar ihr Leben dafür gaben. Mit anderen Worten, es war ihnen wichtiger sich für die Wahrheit einzusetzen, als zu überleben. Sie haben das Wohl aller über ihr eigenes Wohl gestellt. Wer von uns würde das auch?

Wir töteten Coelestin V., Meister Eckhart, Lincoln, Kennedy, Luther King, Lennon, Gandhi, Herrhausen und unzählige mehr. Die Mörder jedoch überleben. Im Krieg ist die Situation ähnlich: diejenigen die ihn verursachen überleben. Diejenigen die ihn nicht verursachen sterben durch ihn (sowohl die Soldaten als auch die Zivilisten; unter ihnen sehr viele wunderbare Menschen).

Wenn wir eines aus der Geschichte lernen, dann das, dass die Menschen nichts aus Geschichte lernen (frei nach Gandhi). Würden wir aus ihr lernen, könnten wir erkennen, dass wir heute die selben Fehler begehen, die die Menschheit schon seit ihrem bestehen an einer besseren Welt und gemeinsamer Entwicklung hindern. Jede Generation wiederholt oft die Fehler ihrer Vorgänger. Auch hier findet Evolution statt. Leider noch sehr langsam, aber mit steigender Geschwindigkeit. Allen Fehlern mit Abstand voran: wir führen immer noch Kriege. Menschen töten andere Menschen. Wir stellen immer noch die Werkzeuge dafür her. Und dafür gibt es ausnahmslos keine Rechtfertigung. Wir verschulden uns immer noch. Wir lügen immer noch. Wir wissen immer noch zu wenig. Wir sind immer noch gierig, neidisch und hassend. Wir haben immer noch Angst. Wir suchen die Schuld immer noch bei anderen.
Aber wir weigern uns, etwas zu ändern. Warum wagen wir es nicht etwas zu ändern? Weil wir Angst haben. „Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.“ (Franklin D. Roosevelt)

 

 

“Es ist besser, ein Licht zu entzünden, als auf die Dunkelheit zu schimpfen.” – Konfuzius

“Wäre es Dir lieber, ich würde zu Recht verurteilt?” (Zu Xanthippe, als sie klagte, dass er zu Unrecht verurteilt werde.) - Sokrates

„Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“ - Gandhi

“Gewalt is die Waffe des Schwachen” - Gandhi

“Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.” - Gandhi

 

Geschrieben von mein Mitbewohner am 16. Februar 2013
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zenpencils

“Mut ist Widerstand gegen die Angst, Sieg über die Angst, aber nicht Abwesenheit von Angst.” – Mark Twain

Geschrieben von mein Mitbewohner am 9. Februar 2013
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Wer will ich sein?

“Hass vernichtet nicht Hass. Liebe vernichtet Hass.” Alle Konflikte und Probleme entstehen für uns ausschließlich durch uns selbst. Wem das zu einfach ist (=wer selbst wählt, dass es lieber ein Problem gibt statt keines), der könnte auch sagen, dass alle Probleme durch andere Menschen entstehen. Es gibt von allem auf der Erde genug für alle. Nahrung im Überfluss, Kleidung im Überfluss, Wohnraum im Überfluss. Wenn also einer von etwas zu wenig hat, hat ein anderer zu viel davon.

Wenn einer unwissend ist, weiß er nicht von der wahren Natur des Lebens. Diese Unwissenheit täuscht ihn selbst und seine Umwelt. Sie führt zu Hass und Gier. Sich von dieser Unwissenheit befreien kann jeder in jedem Moment. Aber einer tut das nur, wenn er es will. Wenn er es nicht will, verliert er sich in der Welt und nutzt seine Energie für allerlei Unwichtiges, das er für wichtig hält. Im Nachhinein erkennt er das, kann es aber nicht mehr ändern. Wer existiert, beeinflusst ständig seine Umwelt. Wen einer hasst, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Wenn einer gierig ist, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Spürt die Umwelt Hass oder Neid, fällt es leicht die Schuld einem anderen zu geben und sich selbst “im Recht” zu sehen, zu hassen oder zu gieren. Wenn einer hasst, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Wenn einer gierig ist, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Spürt die Umwelt Hass oder Neid, fällt es leicht die Schuld einem anderen zu geben und sich selbst “im Recht” zu sehen, zu hassen oder zu gieren. Wenn einer hasst, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Wenn einer gierig ist, kriegt das seine Umwelt zu spüren. Spürt die Umwelt Hass oder Neid, fällt es leicht die Schuld einem anderen zu geben und sich selbst “im Recht” zu sehen, zu hassen oder zu gieren.

“Only the unloved hate.”

A painting by Jim Thompson

 

“Liebe Dich selbst wie Deinen Nächsten.”

Der sogenannte Nächste ist zu jedem Zeitpunkt jeder Mensch. Wenn ich arbeite, meine Arbeitskollegen. Wenn ich telefoniere, mein Gesprächspartner. Wenn ich einen Brief schreibe, der Empfänger. Wenn ich auf dem Marktplatz bin, alle anderen Einkäufer und Verkäufer. Wenn ich im Fernsehen oder Theater auftrete, die Zuschauer und Kollegen. Wenn ich an einem Bettler vorbei gehe, der Bettler. Wenn ich koche, die Gäste. Wenn ich Fußball spiele, alle anderen Spieler und Zuschauer. Und wenn ich als Soldat irgendwo eingesetzt bin, alle Menschen dort.

Nun aber der Teil, den noch weniger Menschen beherzigen (hoffentlich weil sie es nicht verstehen, denn dann kann es ihnen erklärt werden): liebe Dich selbst. Wer sich selbst nicht liebt, fühlt sich unvollkommen. Wer unvollkommen ist, will vollkommen sein. Er versucht, dass durch Besitztümer (Geld, Autos, Uhren, Häuser, Freunde, Frauen, Preise, Auszeichnungen) zu korrigieren. Aber er wird es niemals erreichen, so lange er sich nicht selbst liebt (weil so lange das Gefühl der Unvollkommenheit bleiben wird). Er kann sich vorübergehend von diesem Gefühl ablenken. Aber die Ablenkung hält nicht lange an.

Wer anfängt, sich selbst zu lieben, spürt wie alles andere ganz leicht wird. Er spürt, worauf es ankommt. Und worauf nicht. Er fängt von ganz alleine an, seine Nächsten zu lieben. Und sie ihn genauso. Es ist wichtig zu verstehen, dass das nicht umgekehrt funktionieren kann; ich kann nicht “machen”, dass andere mich lieben. Ich kann es mir einreden, weil ich andere “besitzen” will. Aber die anderen spüren das. Sie spüren, dass ich sie besitzen will um mich vollständig zu fühlen. Aber da dieses Gefühl nur vorübergehend ist, fühle ich mich bald wieder unvollkommen und brauche ein neues Ziel, dass – sobald ich es erreicht habe – mich “glücklich macht”.

Sobald einer das erkannt hat, fängt er an (es) zu leben. Die Einsicht lässt die Unwissenheit verschwinden. Das ändert die Gedanken. Andere Gedanken führen zu anderen Worten und Taten. Andere Worte und Taten ändern die Welt.

“Die Ursache Ihres Leids liegt nicht im Leben draußen, sondern in Ihnen als Ihr Ego. Sie legen sich selbst Begrenzungen auf und machen dann vergebliche Anstrengungen, sie zu überwinden.” – Ramana Maharshi

Geschrieben von mein Mitbewohner am 8. Februar 2013
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Enjoy.

“Ein Mensch, der wenig lernt, trottet wie ein Ochse durchs Leben; an Fleisch nimmt er zu, an Geist nicht.”

“Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg.”

“Unsere Verabredung mit dem Leben findet im gegenwärtigen Augenblick statt. Und der Treffpunkt ist genau da, wo wir uns gerade befinden.”

Buddha

 

Geschrieben von mein Mitbewohner am 7. Februar 2013
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When you’re happy, you enjoy the music. But, when you’re sad, you understand the lyrics.

- Frank Ocean

Lyrics

Es gibt zwei Zustände für alle Menschen: zufrieden oder unzufrieden. Es gibt kein “ein bisschen” zufrieden. Entweder man ist es, oder nicht. Die meisten Menschen sind unzufrieden. Die meisten Menschen glauben, sie seien zufrieden. Erst wenn eine Krise stark genug ist, sind Menschen bereit sich zu ändern. Hinweise für den richtigen Weg gibt es überall. Sie zu erkennen, erfordert eine andere Sichtweise. Wer in einer Krise steckt, sieht die Dinge meist anders als zuvor. Vorher war ja alles in Ordnung so wie es war. Jetzt hätte man gerne wieder alles so wie vorher. Da das nicht geht, wird man nun gezwungen sich zu ändern. Im Chinesischen gibt es ein Wort, dass wie die meisten Worte aus zwei Teilen besteht: Krise. Der erste Teil kann mit “Gefahr”, der zweite mit “wichtiger Zeitpunkt” oder “Chance” übersetzt werden. Da eine Sprache nie in allen Nuancen, manchmal sogar nur grob übersetzt werden kann, ist es hier hilfreich, sich in das fremde Wort “hineinzufühlen”, um zu verstehen, was gemeint ist. So könnte gesagt werden das eine Krise ein Moment ist, in dem wir etwas “gefährlichem” (für wen?) gegenüberstehen und ein Moment in dem wir reagieren können, mit anderen Worten: wir haben eine Chance. Wenn wir die Krise nicht hätten, hätten wir zwar auch die Chance (vielleicht sogar die besseren), aber keinen Anlass oder Druck, der uns aus unserer Bequemlichkeit (Komfort-Zone) drängt. In chemischen Reaktionen spricht man von einer Aktivierungsenergie, die aufgebracht werden muss um ein (noch) stabiles System in ein System mit anderen Eigenschaften zu bringen. Beispielsweise braucht das zerstäubte Benzin im Motor noch einen Funken durch die Zündkerze um zu entflammen und so viel mehr Energie frei zu geben (oder den Druck bei Dieselmotoren, der auch die Temperatur ausreichend erhöht). Ohne diese “Aktivierungsenergie” würde gar nichts passieren.

So lange bei uns also alles “gut” oder “nach Plan” läuft (tut es das je oder reden wir uns das so ein, weil wir es nicht anders kennen?), besteht kein Anlass etwas an den gewohnten Verhaltensweisen zu ändern. Zu einem bestimmten Zeitpunkt findet sich jedes Leben in einer Situation wieder, in der es nicht mehr geradeaus weiter geht. Wenn das erreicht ist, improvisieren wir (und auch alle anderen Lebensformen) um uns mit den neuen Begebenheiten zurecht zu finden. Da wir aber im voraus nie wissen können, was passieren wird, ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unmöglich sich darauf vorzubereiten.

Unser Verhalten wird stark geprägt durch Dinge, die wir in der Vergangenheit erlebt haben. Aber nur weil wir etwas erlebten, heißt das nicht, das wenn wir wieder etwas ähnliches (oder “gleiches”, was es nicht ist) erleben, wir uns gleich verhalten sollten. Da das aber meistens der Fall ist, schränken wir uns in unseren Möglichkeiten immer weiter selbst ein. Je älter wir werden, desto weniger risikofreundlich sind wir, wir werden strenger in der Auswahl unserer “Freunde” und Mitmenschen und wir haben stetig mehr Angst vor irgendetwas. Oft sehen wir erfahrenere Menschen wie zum Beispiel unsere Eltern oder Großeltern, oder einfach ältere Menschen in unserem Umfeld und denken uns dabei: “So will ich nicht werden!” Diesen Menschen ging es nicht anders als sie so alt waren wie wir. Genauso sehen wir jüngere und urteilen: “Als ich so jung war, war ich nicht so.” Sei es Verhalten, Sprache oder Musik. Es geht sowohl den einen wie den anderen genau gleich. Denkt mal einen Moment nach, welchen Menschen mit 80 Jahren ihr kennt, von dem ihr sagen würdet: “Genau so will ich werden.” Oder mit 60. Oder mit 40. Umgekehrt: welchen 30-, 20- oder 10-Jährigen kennt ihr, indem ihr Euch wieder erkennt? Gibt es Situationen, in denen Ihr Eltern mit Ihrem Kind seht und Euch daran erinnert fühlt, wie es war als ihr das Kind wart? Wie habt Ihr Euch gefühlt, als Eure Eltern so reagiert haben? Wie würdet Ihr Euch wünschen, dass sie reagiert hätten? Wie reagiert Ihr bei Euren eigenen Kindern oder denen Eures Nachbarn oder auf dem Spielplatz oder im Supermarkt? Irgendwo steht geschrieben: “Kinder sind wie noch nicht getrockneter Beton; jede Berührung hinterlässt bleibende Spuren.” Wer erinnert sich nicht an ganz spezielle Momente seiner Kindheit?

 

 

Konfuzius sagt:

„Jemand, der die Humanität besitzt, der festigt andere, da er selbst gefestigt werden möchte, der belehrt andere, da er selbst belehrt werden möchte. Die eigenen Wünsche als Maßstab für das Verhalten anderen gegenüber zu verwenden – das ist die Methode der Humanität.“

“Von Natur aus sind die Menschen fast gleich; erst die Gewohnheiten entfernen sie voneinander.”

Zi Gong asked, saying, “Is there one word which may serve as a rule of practice for all one’s life?” The Master said, “Is not reciprocity such a word? What you do not want done to yourself, do not do to others.”

“Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.”

Geschrieben von mein Mitbewohner am 4. Februar 2013
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