Monatsarchiv für März 2013

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Ich mag Dich.

 

“Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.” – Bertrand Russell

Geschrieben von mein Mitbewohner am 29. März 2013
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“Eine gute Tat ist die, die auf dem Antlitz des anderen ein Lächeln erscheinen lässt.”

Jeder Mensch liebt jeden Menschen. Jeder Mensch liebt alle Lebewesen. Jeder Mensch liebt alles. Es gibt nur eine Hürde, die uns im Weg stehen kann – unser Ego. Damit ist gemeint: der Verstand in unseren Köpfen, der uns sagt was wir zu tun haben. Es ist immer der Verstand, der uns in die Vergangenheit oder in die Zukunft zieht. Im Jetzt gibt es keine Vergangenheit oder Zukunft. Es ist auch der Verstand, der Gefühle auslösen kann. Wenn wir zum Beispiel an eine vermeintlich unangenehme Situation in der Vergangenheit denken oder uns eine vermeintlich befriedigende Situation in der Zukunft vorstellen, dann fühlen wir als Folge davon sofort Unwohlsein oder Vorfreude. Diese Gefühle beeinflussen unser Befinden, sind aber nicht real, sondern eben nur vom Verstand erschaffen. Umgekehrt kann es gelernt werden, den Verstand zu kontrollieren, damit er nicht willkürlich herrschen kann. Somit kann das Entstehen von zu Unrecht Angst auslösenden Gedanken oder falscher Freude verhindert werden. Das führt dazu, dass sich Angst vollständig auflöst. Und falsche Zufriedenheit auch. Übrig bleibt nur: wahre Zufriedenheit. Und die haben wir dann jetzt und hier. So lange wir erhalten können, der Herr über unseren Verstand zu sein, erhalten wir unsere vollkommene Zufriedenheit. Sobald der Verstand wieder herrscht, folgen unverzüglich unechte Angst und unechte Zufriedenheit, die uns aber, sollten wir es nicht anders kennen, sehr real vorkommen. Sie sind auch real, da die Gefühle tatsächlich Reaktionen im Körper auslösen. Wir können das ganz einfach an uns selbst überprüfen, wenn wir zum Beispiel an etwas denken, dass uns große Sorgen macht oder an etwas worauf wir uns sehr freuen. Wir können uns auch an etwas erinnern, was sehr schön für uns war. Aber dann folgt oft schnell das Gefühl der Trauer, da das Ereignis vorbei ist. In allen Fällen jedoch ändern sich Zustände im Körper real, wie zum Beispiel der Herzschlag, der Blutdruck oder die Schweißbildung. Wer diesen Mechanismus selbst erfahren hat, weiß welche Auswirkungen der Verstand respektive die Gedanken auf uns haben können. Noch einen Schritt weiter gedacht, können wir erkennen, dass wir, wenn wir unsere Gedanken steuern können, wir auch unsere Gefühle steuern können. Solange das nicht so ist, wirbeln uns Gedanken und Gefühle frei umher und wir sind ihnen hilflos ausgeliefert. Das ist schön zu erkennen, wenn Menschen sogenannte unangenehme Gefühle haben wie zum Beispiel Wut oder Trauer oder Angst. Niemand will diese Gefühle haben, wer sie aber hat, glaubt, dass das ganz normal und er nicht dafür verantwortlich sei. “Es ist ja die Umwelt daran Schuld”.

Wenn wir alle möglichen Gedanken und deren daraus folgende Gefühle zusammen sammeln, können wir sie in zwei Kategorien verurteilen: Positive und Negative. Alle Positiven Gefühle haben als gemeinsame Basis die Liebe. Alle negativen Gefühle haben als gemeinsame Basis die Angst. An folgenden Beispielen durchdacht:

Wir denken an eine gemeinsame Zeit mit einem wichtigen Menschen. Das löst ein schönes Gefühl aus. Es basiert auf Liebe.

Wir denken an etwas Schlimmes, dass uns zustoßen kann oder bereits zugestoßen ist, wie zum Beispiel den Verlust eines wichtigen Menschen, unserer Gesundheit oder einfach nur von Wohlstand. Das löst ein unangenehmes Gefühl aus. Es basiert auf Angst.

Wenn wir also über unseren Verstand herrschen können, können wir entscheiden wann und wofür wir ihn verwenden wollen. Somit können wir – wenn wir wollen – entscheiden, die Gedanken die Angst auslösen nicht mehr zu haben. Somit haben wir auch keine Angst und alle mit ihr zusammen hängenden Gefühle mehr. Ebenso können wir das mit den billigen “highs” durch Vorstellungen, die entweder passé sind und somit nicht mehr real sind oder noch gar nicht statt gefunden haben und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht so statt finden werden. Übrig bleibt nur die allgegenwärtige Zufriedenheit, die wir in jedem Moment erleben können – wenn wir wollen. Sprich: es ist nur noch Liebe übrig für alles was existiert.

 

 

“Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen, dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen. Daß der bei weitem größte Teil der Menschen (darunter das ganze schöne Geschlecht) den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben. Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, daß diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperreten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen drohet, wenn sie es versuchen, allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeiniglich von allen ferneren Versuchen ab.” – Immanuel Kant, 1784

Geschrieben von mein Mitbewohner am 15. März 2013
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Enjoy.

 

“Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.” - Henry Ford

Geschrieben von mein Mitbewohner am 10. März 2013
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Aktion wider den undeutschen Geist

Bücherverbrennung ist ein negativ besetztes Wort. Das heißt, jeder der es vernimmt “weiß” sofort, dass es “schlecht” ist. Nicht in erster Linie, weil wir damit die Nationalsozialisten verbinden, sondern eher, weil Bücher in unserem Verstand noch etwas “heiliges” haben, dass es zu bewahren gilt. Ein Buch schreibt nicht Jeder. Wer ein Buch schreibt, tut das deshalb, weil er glaubt etwas erkannt zu haben, das viele noch nicht erkannt haben. Somit will er seine Erkenntnis teilen. Ein Buch ist ähnlich wie eine Fotografie oder ein Film immer etwas, dass in der Vergangenheit statt gefunden hat. So spricht ein Autor beispielsweise mit uns in der Gegenwart um uns etwas mitzuteilen. Also ist die Zerstörung von Büchern, die Zerstörung von Erkenntnis, da die Zerstörer nicht wollen, dass sich gewisses Wissen ausbreitet. Warum wollen sie das nicht? Weil sie eine eigene Ideologie verbreitet haben wollen. Mit Radio, Filmen, Bildern und Nachrichten ist es einfacher, seine Ideologie zu manipulieren und viele Menschen zu beeinflussen. Warum nehmen so viele Menschen Informationen ungeprüft über die Massenmedien auf? Wie viel von dem was sie wahrnehmen ist bewusst und wie viel unbewusst? Fünf Prozent bewusst, 95 Prozent unbewusst. Wenn also die meisten Menschen ohnehin zu faul sind, Bücher zu lesen, weil sie “lieber” (=bequemer) auf die Massenmedien hören, täuschen sie sich selbst, da Letztere ganz bewusst (zu 100 Prozent) unser Bewusstsein und wichtiger noch: unser Unterbewusstsein mit den Informationen füttern, die für ihre Ziele dienlich sind. Wozu sollten sie heute noch Bücher verbrennen? Alles steht bereits geschrieben. Auf alle Fragen gibt es Antworten. Wer sich aber keine Fragen stellt, der sucht auch nicht nach Antworten. Wer also weiterhin lieber alles konsumiert was ihm bequem vorgesetzt wird und sich nicht mit der Qualität des Inhaltes beschäftigt, der täuscht sich selbst und bleibt verantwortungslos. Bücher brauchen nicht mehr verbrannt zu werden, wenn niemand mehr sie lesen will. Was also unterscheidet uns heute von den Menschen die zum Beispiel im Dritten Reich von oben getäuscht und manipuliert wurden? Nichts. Wir sind genau die gleichen Schafe wie in “Die Welle” oder in “Das Experiment Black Box” beschrieben wurden. „Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.“ (Mohandas Karamchand Gandhi). Wir sind die gleichen Herdentiere, die schon immer für Unheil unter Menschen gesorgt haben, indem wir blind das machen was uns vorgesetzt wird. Hinterher will ‘s wieder keiner gewesen sein. “Wir wussten nicht was da los war.” In der Tat, die meisten wissen nicht was los ist. Wenn sie damit konfrontiert werden, meldet sich ihr Gewissen und sie fangen an sich unwohl zu fühlen. Dann fühlen sie sich angegriffen und verteidigen sich. Und das meist sehr aggressiv und laut. “Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!” Was wir aber jetzt schon wissen ist: was wir heute tun, das können wir nie wieder ändern. Unser Gewissen bleibt uns ein Leben lang erhalten. Und hier ist es wie im Recht: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

 

 

 

Wir leben in einer Welt voll Elend und Unwissenheit, und es ist die offenbare Pflicht eines jeden, zu versuchen, ob der kleine Winkel, auf dem er Einfluß haben mag, etwas weniger elend und unwissend machen kann, als er war, ehe er dahin eintrat.” – Thomas Henry Huxley

“Die wichtigsten «Manhattan-Projekte» der Zukunft werden umfangreiche, von der Regierung geförderte Untersuchungen darüber sein, was die Politiker und die daran teilnehmenden Wissenschaftler «das Problem des Glücklichseins» nennen werden, mit anderen Worten, wie man die Menschen dahin bringt, ihr Sklaventum zu lieben.” – Aldous Huxley

Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.”- Aldous Huxley


Geschrieben von mein Mitbewohner am 9. März 2013
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Toleranz wächst mit der Entfernung zum Problem.

“Wir sind die 99%” – bleibt ein Prozent Rest. Es ist dieses eine Prozent das gegenwärtig bestimmt was die 99 anderen dürfen. Wenn wir das Gefühl haben, wir sind zwar nicht zufrieden mit den Zuständen wie sie sind, aber “die” sind zu mächtig als das wir etwas ändern können, dann sollten wir das genauer betrachten. Wenn derzeit ein Prozent bestimmt, dann reichen fünf Prozent aus um alles zu ändern. Fünf Prozent, das ist einer von 20. Von allen unseren Bekannten braucht nur einer von 20 etwas zu ändern. „Wenn Du ein Problem erkannt hast und nichts zur Lösung beiträgst, wirst Du selbst ein Teil des Problems!“ (indianisches Sprichwort).

Was alles geändert werden kann? Alles. Sobald wir glauben, dass etwas nicht möglich ist, setzen wir uns die Grenze des Möglichen selbst in unserem Verstand. “Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.” (Hermann Hesse). Leider sind die meisten Menschen so sehr abgestumpft, dass sie – abgesehen von der fehlenden Phantasie für Kreatives – gar keinen Drang haben, etwas zu ändern. Es ist “bequemer” alles so zu lassen wie es ist. Außerdem “sind die Dinge gar nicht so schlimm.”. Je weiter wir von einem Problem entfernt sind, desto weniger haben wir den Drang etwas zur Lösung beizutragen. Lieber beschäftigen wir uns mit unseren egoistischen Zielen. Wie verdiene ich mehr Geld? Wie finde ich den besten Partner? Wie kann ich noch mehr Spaß haben? Wie kann ich noch mehr Urlaub machen? Wie kann ich noch mehr konsumieren?

Wir werden von Geburt an von unserer Umwelt dazu erzogen, die uns auferlegte Bürde zu lieben. Aber es ist mehr eine Abhängigkeit als eine Liebe. Wir glauben uns etwas Gutes zu tun, dabei vergrößern wir die Angst (in uns selbst durch uns selbst) nicht mehr ohne es leben zu können.

Wer glaubt, es liegt nicht an ihm, schiebt mit der einfachsten Lösung alles weg. Aber es verschwindet nicht. Es ist nur versteckt. So lange es nicht gelöst wird, kommt es wieder. Jeder Mensch hat mit dem Geschenk des Lebens eine Aufgabe bekommen, von der er sich nicht verstecken kann: Verantwortung für alles Leben zu übernehmen. Es wird zwar gesagt, dass Leben sei kurz. Jedoch ist es das längste was wir in unserem Leben machen werden.

Um zwischen Profit und Menschlichkeit zu unterscheiden und herauszufinden auf welcher Seite Du stehst, kannst Du Dir zu Beginn eine wichtige Frage stellen: wieviel brauche ich, damit ich genug habe?

Brauchst Du Fleisch? Brauchst Du ein Auto? Brauchst Du neue Kleidung? Brauchst Du eine größere Wohnung? Brauchst Du einen Urlaub mit dem Flugzeug? Brauchst Du neue Elektronik? Brauchst Du Einwegartikel? Brauchst Du den Müll den Du produzierst?

Um zum Einfluss des einzelnen zurück zu kommen: ich bin ein Einzelner. Du bist ein Einzelner. Sie ist eine Einzelne. Zusammen sind wir die gesamte Menschheit. Die Menschheit besteht nur aus Einzelnen. Wenn keiner etwas ändert, dann bleibt alles so wie es ist. “Sei der Wandel den Du in der Welt sehen willst.” (Mohandas Karamchand Gandhi).

Wer noch an den Kapitalismus glaubt, ist wohl der Meinung, es gäbe keine Alternativen. Im Kapitalismus entscheidet letztendlich die größtmögliche Ansammlung an Geld. Wenn ein Unternehmen Geld mit etwas verdienen kann, dann gibt es irgendwo und irgendwann Jemanden, der das macht. Sei es Mord, Krieg, Sex, Drogen, Diebstahl, Verrat, Nahrung, Medizin oder Spielwaren. Wem das zu krass ist, der kann sich überlegen für welche Summe er was machen würde. Und anschließend um welche Summen es bei großen Unternehmen auf der Welt geht. Schließlich noch ob es vielleicht Menschen gibt, die geringere moralische Hürden haben und es für weniger Geld tun würden.

Umgekehrt heißt das: es ist nicht das Unternehmen oder die Regierung an allem Schuld – es sind die Konsumenten, wir. Letztendlich haben alle Banken, Versicherungen, Regierungen und sonstige Unternehmen ihr Geld immer aus dem Zusammenraffen vieler kleiner Teile von vielen “kleinen” Menschen. Wenn also eine Fluglinie oder eine Autofirma oder ein Energiekonzern oder ein Rüstungskonzern oder ein Schlachthof viel Umsatz macht, heißt das mit anderen Worten: die Konsumenten sind bereit ihr Geld dafür herzugeben. Wer irgendetwas nicht will (egal was es ist), kann ganz einfach seine Unterstützung entziehen. Wem das nicht glaubhaft ist, der kann sich über das Geldsystem informieren. Dabei wird er feststellen, dass es so instabil ist, dass es eine gewisse Dauer nicht überstehen kann. Ein einfaches Beispiel: fast die gesamte Geldmenge, die im Umlauf ist, ist nur Buchgeld in Rechnern. Es existiert kein Gegenwert in Form von Bargeld. Dieses Ungleichgewicht ist so deutlich, dass wenn fünf Prozent aller Bankkunden ihr Guthaben (eine Zahl im Rechner) abheben würden, das gesamte Bankensystem kollabieren würde. Und diese Funktion trifft auch auf alle anderen Unternehmen zu. Man stelle sich einen Umsatzrückgang von fünf Prozent vor! Diese “Katastrophe” überlebt kein Firmenvorstand und schon gar kein Regierungschef. Fünf Prozent. Jeder Zwanzigste.

Es gibt keine Ausrede dafür, keine Verantwortung zu übernehmen.

Frag’ Dein Gewissen, was für Dich das Richtige ist!

 

 

„Grundlage jeder wahren Verantwortung und damit der höchsten Form von Menschenwürde bleibt es, sich darüber klar zu werden, was das, was man tut, wirklich bedeutet.“ – Max Steenbeck

„Du bist nicht für das Universum verantwortlich: du bist verantwortlich für dich selbst.“ – Arnold Bennett

„Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut.“ – Laozi

„Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer, sagen sie. Dabei vergessen sie, dass sie vielleicht schon jener “andere” sind.“ – Otto Gritschneder

Geschrieben von mein Mitbewohner am 6. März 2013
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